Im Rahmen der Fronleichnamsfeier am vergangenen Donnerstag, 4. Juni, versammelten sich die Kirchenbesucher in Hildisrieden zum Gottesdienst im Freien. Geleitet wurde dieser von Pater Alberich Altermatt und Erich Hausheer und durch Margrit Leisibach musikalisch begleitet.
Dazu versammelten sich Leute bei glücklicherweise nicht mehr allzu heissem Wetter, Petrus sei Dank, um 11 Uhr auf dem Friedhof der Pfarrkirche Hildisrieden für den Fronleichnamsgottesdienst. Nach dem Einzug der Gottesdienstleitenden und Erstkommunikanten begann die Feier. Im Rahmen der Fronleichnamsfeier wird der Eucharistie gedacht, der Verkörperung von Jesu Seele und Geist in Brot und Wein und wie er dadurch stets bei uns ist. Dazu wurde eine konsekrierte (geweihte) Hostie in die Monstranz platziert. Dies soll das Allerheiligste symbolisieren und wie Jesus Christus in seinem Wesen stets weiter an unserer Seite ist.
Im Rahmen dieser Feier trugen die Erstkommunikanten unter Leitung von Regula Soom die Geschichte der “Wunderbaren Brotvermehrung” aus der Bibel vor. In dieser Erzählung besucht Jesus die Menschen, um sich deren Leid und Klagen anzunehmen. Doch werden die Leute hungrig und Jesus instruiert seine Jünger, den vorhandenen Fisch und das Brot mit allen zu teilen. Doch sind seine Jünger zuerst skeptisch und sagen, dass es niemals genug für alle hat. Trotzdem fordert Jesus seine Jünger und die Menschen dazu auf, das Essen zu teilen. Am Schluss werden alle satt und es bleibt sogar Essen übrig. Einerseits steht diese Erzählung klar im Symbol der Eucharistie, doch soll sie uns zeigen, dass Gott stets für seine Anhänger sorgt und ihnen zur Seite steht. Aber auch soll es uns daran erinnern, wie wichtig das Teilen mit unseren Mitmenschen ist und was wir alles daraus schöpfen können. Ganz im Sinne des Sprichwortes: “Geteiltes Leid ist halbes Leid”, soll uns diese Erzählung dazu ermutigen, mehr Fürsorge zu zeigen, nicht nur für unsere Mitmenschen, sondern auch für uns selbst. Denn so wie Martin Luther einst sagte: “Ein leerer Krug füllt kein Glas”, kann man nur so viel von sich selbst geben, wie man bereits hat.
Zum Abschluss des Gottesdienstes begaben sich die Anwesenden, als Prozession unter musikalischer Begleitung der Musikgesellschaft Hildisrieden, auf den Vorplatz der Pfarrkirche zum grossen Segen. Anschliessend machte sich die Prozession in Richtung InPuls zum anschliessend stattfindenden Pfarreifest auf. Text und Foto Marc Amrein
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