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Vom Hohen Donnerstag bis zur Osternacht – Von Dunkelheit ins Licht

Am Donnerstag,  2. April, fand der Gottesdienst zum Hohen Donnerstag in Hildisrieden statt. Dieser zeichnet den Beginn der drei wichtigsten Tage im Christentum ab.

Diese drei Tage und die damit verbundenen Feiern stehen alle ganz im Zeichen von Jesus und seinen letzten Tagen, seines Leidensweges und seiner späteren Auferstehung.

Mit diesem Gottesdienst beginnt auch die Zeit der Trauer, Stille und des Innehalten. Denn während dieser Messe erklingen in der Kirche das letzte Mal Töne und die Glocken singen ein letztes Lied, bevor sie bis zur Osternacht/Osterfeier am Samstag erstummen. Im Rahmen des Gottesdienstes fand ausserdem das Ritual der Fusswaschung statt, bei dem den Erstkommunion Kindern von Erich Hausheer, Elisabeth Imfeld-Koch, Regula Soom und Erika Estermann die Füsse gewaschen wurden. Genauso wie es Jesus damals für seine Jünger vor seinem letzten Abendmahl getan hat. Es ist ein Zeichen der Fürsorge, Nächstenliebe und Wertschätzung des Anderen, aber auch der Demut. Ausserdem bekamen die Schüler die von ihren Eltern geschnitzten Specksteinkreuze mit auf den Weg, nachdem diese gesegnet wurden.

Am darauffolgenden Freitag fand der alljährliche Fastensuppentag statt, welcher nun schon seit 45 Jahren organisiert wird. Vorab lud die Kirche zur Karfreitags Besinnung ein. Die Suppe dafür wurde von Alain Strüby gekocht und zur Verfügung gestellt, durch die fleissigen Helfer aufgewärmt und den Besuchern ausgeschenkt. Dazu gab es, wie es sich gehört, ein Stück Brot und zur Nachspeise einen Apfel. Wie jedes Jahr war der Anlass wieder gut besucht und die Leute kamen gerne für einen kleinen Happen sowie das gesellige Beisammensein ins Pfarrheim. Die Einnahmen der Fasteskollekte während des Anlasses kommen dem Projekt “Zukunft Säen” in Guatemala zugute.

Der dreitägige Gottesdienst fand seinen Höhepunkt in der Osternacht am vergangenen Samstag und wurde durch Simone Häfliger geleitet und von Franz Troxler und Werner Bucher unterstützt. Um 20.30 Uhr kamen die Leute auf dem Kirchvorplatz vor der Pfarrkirche beim Osterfeuer zusammen, welches von der Pfadi Bäseris vorbereitet wurde, um der Auferstehung Jesu zu gedenken. Dieses wurde durch Franz Troxler und Simone Häfliger gesegnet und dem Feuer wurde eine Kohle für die Segnung sowie Entzündung der Osterkerze entnommen. Die Anwesenden wurden dazu eingeladen, ihre Sorgen, Leiden und Reue am Osterfeuer zu lassen und mit erneuter Kraft auf die Zukunft zu schauen. Anschliessend fanden sich die Kirchenbesuchenden in der dunklen Kirche ein und nahmen eine Stabkerze mit, mit welcher sie das Licht Christ, sprich das Licht der Osterkerze, empfangen durften. Somit brachten sie, wie die Osterkerze selbst, “Licht ins Dunkle” und erfüllten die Kirche in einem wohligen orangenen Licht. Denn die Osterkerze bildet ein zentrales Symbol von Ostern und steht für das “Licht der Welt“, das die Dunkelheit in unserem Leben fernhält und für Hoffnung, Zuversicht und Kraft steht. Wiederum kehrten die Klänge in die Kirche zurück, sei dies in Form der Kirchenglocken, Ministranten oder dem Lied Gloria gesungen vom Kirchenchor, geleitet durch Petra Galliker & Petra Besa und unter Mitwirkung von Petra Besa and der Orgel. Als Teil des Gottesdienstes wurde des Weiteren das Osterwasser gesegnet und damit die Heimosterkerzen gesegnet. Zum Abschluss lud die Kirche zu einem gemütlichen Beisammensein beim Osterfeuer und “Eiertötsche” ein. Text und Fotos Marc Amrein

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