Die Hoffnung leuchten lassen:
Ein starker Impuls zum 1. Advent. Der Familiengottesdienst zum 1. Advent in unserer Pfarrei wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Im festlichen Rahmen, mitgestaltet von den Erstkommunionkindern, dem Kirchenchor unter der Leitung von Philippe Frey stimmten wir uns gemeinsam auf die kommende Weihnachtszeit ein. Der feierliche Beginn durch den Kirchenchor mit dem Taizé-Lied „Dans nos obscurités“ (In unseren Dunkelheiten) zog die Anwesenden sofort in seinen Bann und schuf eine wunderbare, nachdenkliche Stimmung.
Licht sein für andere
Die Erstkommunionkinder übernahmen dann das Ruder mit einem tiefgründigen Rollenspiel. Ausgehend von der Dunkelheit der Nacht und dem mechanischen Ablauf unserer Gewohnheiten, brachten sie mit der Geschichte eines kleinen Sterns die eigentliche Bedeutung von Weihnachten auf den Punkt. Ihre Botschaft war klar: Es geht nicht um den Trubel des Guetsli-Backens, Geschenke-Bastelns oder Einkaufsstress. Es geht darum, Licht für jemand anders zu sein, und damit die Hoffnung von Weihnachten erfahrbar zu machen.
Sterne tragen Herzenswünsche
Ein berührender Moment war die gemeinsame Aktion mit den selbstgebastelten Sternen der Erstkommunionkinder. Die Gottesdienstbesucher waren eingeladen, einen Herzenswunsch für sich oder andere auf einen solchen Stern zu schreiben. Diese gesammelten Wünsche und Sterne wurden am Ende wieder an die Gemeinde verteilt. Jeder Besucher durfte einen Stern mitnehmen – als sichtbares Zeichen der Hoffnung und als Auftrag, selbst ein Lichtimpuls in dieser Adventszeit zu sein.
Die tiefere Botschaft der Hoffnung
Die tiefere theologische Dimension des Gottesdienstes betonte, dass Weihnachten Hoffnung bedeutet. Die damalige Botschaft Jesu – Licht in eine dunkle Welt zu bringen, da zu sein für alle Menschen, von den Armen bis zu den Zöllnern – ist heute noch genauso relevant. Auch wenn die Mächtigen oft nichts verändern wollen und im „gleichen Tritt“ weitergehen, sind wir aufgefordert, ein Licht zu entzünden. Der Wohlstand mag für uns gewachsen sein, doch der Appell bleibt: Lass uns ein Licht entzünden!
Mit vollem Einsatz und grosser Freude haben die Erstkommunionkinder zusammen mit Katechetin Regula Soom und der Seelsorgerin Simone Häfliger diesen Gottesdienst gestaltet.
Das Schlusslied „Chomm mer wänd es Licht azünde“ von Peter Räber war ein kraftvoller Abschluss und ein Aufruf an uns alle. Das anschliessende adventliche Zusammensein bei Punsch und Guetzli – organisiert vom «Cafi Chelemus»- wurde von Gross und Klein geschätzt.
Bericht und Fotos: Kurt Häfliger



