Eine kleine Chilbi mit grosser Geschichte
Am Sonntag, 15. Juni fand die alljährliche Traselinger Kilbi in der Nachbarschaft von Hildisrieden statt. Die Traselinger Kapelle wurde am Antoniustag am 13. Juni 2002 vom damaligen Bischof Kurt Koch eingeweiht und ist seit da für viele Menschen weit über die Gemeindegrenzen hinaus zu einer wichtigen Oase geworden.
Der Festgottesdienst wurde durch den Jodelklub Echo vom Rotbach mit dem Dirigent Geri Bättig mit «Gott Vater» eröffnet.
Der Pfarreileiter, Erich Hausheer-Leisibach, meinte: «Wir könnten jetzt eigentlich bereits zum Apéro gehen, da das Jodellied bereits alles sagte – feiern, danken, da sein und zusammen sein.» Vor der Lesung wurde es mit dem Jodellied «Bärgandacht» schon fast unheimlich. Nachdem es vor dem Gottesdienst doch noch kurz und heftig regnete, sangen die Jodlerinnen und Jodler, dass die Sonne aufgeht und just von diesem Moment an zeigte die Sonne ihre Strahlen. Der erste Sonntag nach Pfingsten ist der Dreifaltigkeitstag. Der Pfarreileiter zeigte auf, dass Gott mit Vater, Sohn und dem heiligen Geist, Gott in drei Personen ist und so der Kern des Glaubens ist. Der Dreifaltigkeitsgott ist der Wegweiser zu Gott und gibt Halt, trägt, befreit, gibt Mut, wirkt und öffnet viele Möglichkeiten. Jeder Mensch ist ein Individuum, jeder ist wichtig und alle gemeinsam sind eine Gemeinschaft. Der Gottesdienst wurde vom Echo vom Rotbach mit dem Jodellied «Mis Dörfli» beendet.
Nach der eindrücklichen Feier bekam Josef Zwinggi, Stiftungsratspräsident und Sigrist der Antoniuskapelle, der seit 23 Jahren viel Zeit und Muse in die Kapelle investiert das Wort und lud zum Apéro, offeriert von der Kapellenstiftung, ein.
Der Stiftungsratspräsident, der seit zwei Jahren in der Organisation der Kilbi ein Glied zurückgetreten ist, meinte: «Es ist schön und gut zu sehen, wie die junge Generation von Traselinge anpackt und die Organisation mit Festwirtschaft und Infrastruktur übernommen hat, das gibt mir ein sehr gutes Gefühl». Josef Zwinggi schaut gerne noch weiter zur Kapelle, ist sie doch für ihn ein geheimer Rückzugsort, der Ruhe und eine tiefe Verbindung zur Spiritualität bietet. Für ihn ist das fast wie das eigene Zuhause, ein sehr vertrauter Ort, ein Ort des Friedens und der Besinnung.
Für Stimmung während dem Mittagessen sorgte die Veteranenmusik Luzern unter der Leitung von Kaspar Randegger.
Die Traselinger Kilbi bietet viel Emotionen, Herz und versprüht viel Charme. So meinte eine Bewohnerin aus Traselinge: «Diese Kilbi ist Tradition und Treffpunkt Jung und Alt, schön, dass es auch weitergeht» und ein Musikant der Veteranenmusik, der in der Nachbarsgemeinde Rain wohnt, doppelte nach: «Seit Jahren bin ich mit der Veteranenmusik an der Chilbi dabei, gehört fix in die Agenda, einfach schön und gemütlich.
Text und Foto von Monika Emmenegger





