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Das Triduum sacrum – Die heiligen drei Tage – in Hildisrieden

Das Triduum Sacrum, die kirchliche Dreitagefeier 2025 in Hildisrieden begann am Hohen Donnerstag 17.April mit der Feier des Abendmals in Erinnerung an das letzte Zusammensein Jesu im Kreis seiner Freunde. In Stille ging die Feier am Karfreitag weiter mit der Besinnung zum Leiden und Sterben von Jesus, zur Grabesruhe am Samstag. Der Höhepunkt war die Auferstehungsfeier in der Osternacht und dann der Festgottesdienst am Ostertag.

Hoher Donnerstag

Den Abend in Erinnerung an das Letze Abendmahl Jesu mit seinen Freunden und Freundlinnen, gestalteten die Erstkommunion-Kinder und die Katechetin Regula Soom mit. Vor allem die Szene, dass Jesus vor den Freunden und Freunden niederkniete und ihnen die Füsse wusch, war sehr zentral. Die Katechetin erklärte die tiefgründige Bedeutung dieser Geste. Zusammen mit Seelsorger Thomas Sidler, Seelsorgerin Simone Häfliger und Sakristanin Elisabeth Imfeld bereitete sie in würdigem, feierlichen Rahmen den Kindern dieses wunderbare wohltuende Geschenk. Sehr eindrücklich war auch das Entfernen des heiligen Brotes, die Leerung des Tabernakels und die Übersiedlung des Allerheiligsten in den Seitenaltar.

„Wachet und betet!“, diesem Aufruf folgten eine Stunde später nicht wenige Frauen und Männer, die Stille, Meditation und Gelegenheit, Impulse zum Gebet suchten. Angeleitet und unterstützt wurden sie durch Impulse von Ruth Estermann-Aeschbach und von Elisabeth Imfeld. Ihre Tochter Sonja Imfeld gab mit ihrem variantenreichen empathischen Flötenspiel, den unterstützenden Rahmen.

Die Erstkommunikanten andächtig bei der Fusswaschung

Das Heilige Brot wurde aus dem Hochaltar in einen Nebentabernakel übertragen.

 

 

Karfreitag

In der Fastenzeit wurde bei der Ministrantenschar angefragt, wer bereit wäre, bei der Karfreitagsbesinnung aktiv mitzumachen; und man staune: 18 Ministrantinnen oder Ministranten meldeten sich spontan.

 

Zusammen mit Simone Häfliger und Regula Soom brachten sie Begebenheiten aus dem Kreuzweg Jesu zur Sprache und legten dazu ein Bodenbild.

 

Anschliessend wurde die Einladung des Kirchenrates zum „Suppezmittag“ im Pfarreizentrum rege befolgt. Bernd Kerngast war die feine Bärlauch-Suppe zu verdanken und dem erweiterten Kirchenrat der Service mit allem Drum und Dran.

 

Am Nachmittag erlebten die Tandemspfarreien Rain und Hildisrieden zusammen die Karfreitagsliturgie in der Kirche Rain. Der Kirchenchor Rain, geleitet von Petra Galliker, feierte mit.

Ostern

Die Osternacht-Liturgie, der Hauptteil der Dreitagesfeier, begann am Samstag in der Abenddämmerung. Draussen begann die Lichtfeier am Osterfeuer. Erich Hausheer segnete die neue Osterkerze. Ruth Estermann-Aeschbach gestaltete das schlichte Sujet: „Wasser ist kostbar und kraftvoll wie die Freundschaft mit Jesus“. Das neue Osterlicht wurde vom Pfarreileiter in die Kirche getragen. Dreimal rief er in die Kirche: Lumen Christi (Christus, das Licht) Der Ruf wurde von den Mitfeiernden beantwortet mit „Deo gratias“ (Dank sei Gott). Das Licht wurde auf alle Kerzen verteilt, so dass sich eine wärmende Stimmung ausbreitete.

Erich Hausheer singt das Osterlob

Diese Stimmung bereicherte das „Exsultet“, das von Erich Hausheer gesungene Osterlob. Es folgte die frohe Osterbotschaft aus der Bibel, gefolgt vom österlichen Gloria-Gesang. Nach der Orgelstille während drei Tagen, war der Klang der Königin der Musikinstrumente sehr wohltuend auch die Altar- und Turmglocken ertönten wieder. Weitere eindrückliche Rituale waren die Weihe des Ostertaufwassers, dessen Versprengung über alle Gläubigen und die Erneuerung der eigenen Taufe, sowie die österliche Eucharistiefeier. Am Schluss des Gottesdienstes drückten zwei Liturgen allen Anwesenden beim Verlassen der Kirche den Ostergruss, ein von Monika und Toni Roos gekochtes und gefärbtes und vom Pfarreileiter gesegnetes Ei, in die Hand.

Am Sonntag feierte die Pfarrei den Festgottesdienst, dem Franz Troxler vorstand. Der Kirchenchor, geleitet von Philipp Gantenbein unterstützte die Feststimmung mit der Missa brevis a tre voci von Michael Haydn, eindrücklich musiziert von Stephan Dettwiler an der Orgel und Christoph Troxler mit dem Cornet.

Ostern ist wahrhaftig der Sieg über alles Dunkle. Dieses Bewusstsein kann die österliche Hoffnung der Zeit mitgeben.

Fotos und Text: Emil Barmet

 

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