Drei exzellente Innerschweizer Künstler musizierten in der Pfarrkirche Hildisrieden
Das 2016 gegründete „Aruba Trio“ beschenkte Hildisrieden am Sonntag, 23. März 2025 mit einzigartigen Klängen dank ihrer speziellen Instrumentenkombination. Die einzigartige Fusion von Perkussion (Marimbaphon, Vibraphon, Cajon), Posaune und Gitarre haben sich erfreulich viele Konzertbesucherinnen und -besucher nicht entgehen lassen.
Die in der Innerschweiz, zum Teil auch im Ausland, bekannten Künstler
Der in Sempach geborene Peter Fleischlin erhielt seinen ersten Schlagzeugunterricht im Alter von 12 Jahren. Während seiner Jugendzeit nahm er sehr engagiert an nationalen Nachwuchswettbewerben teil und konnte schon bald grosse Erfolge verbuchen. Von 2007 bis 2010 absolvierte er sein Bachelorstudium an der Hochschule Luzern. Bereits während des Bachelorstudiums konnte er wichtige Orchestererfahrungen unter anderem mit dem 21st Century Orchestra sammeln und anschliessend das Masterstudium mit Schwerpunkt Orchesterschlagzeug in Angriff nehmen. Dieses schloss er an der Zürcher Hochschule der Künste mit Höchstnote ab.
Joel Kuster, in Giswil aufgewachsen, entschied sich nach der Matura für eine musikalische Ausbildung an der Jazzschule Luzern, die er 2010 mit dem Masterdiplom abschloss. Seither spielt er in zahlreichen Jazz-, Pop-, und Blues-Bands, begleitete unter anderem Polo Hofer, Heidi Happy oder Knackeboul. Zurzeit ist er Gitarrist in elf verschiedenen Formationen, darunter das grenzenlose „Aruba Trio“. Zudem tritt er als Sideman beim „21st Century Orchestra“auf. Seit 2010 programmiert er die Obwaldner Konzertreihe „Jazz in Sarnen“. An der Musikschule Sarnen unterrichtet er Gitarre.
Tobias Lang aus Ruswil spielt seit 2015 im Orchester des Opernhauses Zürich. Parallel zur Matura schloss er 2011 sein Bachelorstudium bei Branimir Slokar an der Hochschule der Künste Bern mit Auszeichnung ab. Anschliessend absolvierte er den Master ebenfalls mit Auszeichnung je in Performance in und Pedagogy.
Zu seinen grössten internationalen Erfolgen zählen der 3. Preis an der Lions European Musical Competition in Tampere (2009) und der 1. Preis an der ITA Competition in Valencia (2015). Neben dem Aruba Trio spielt er seit 2018 in der Brass Band Bürgermusik Luzern Soloposaune.
Neue Wege der Kammermusik
Die Musiker waren mit vertrackten Rhythmen und komplexen Taktarten gefordert, vor allem mit der Auftragskomposition „Arubator“ von Mathias Landtwing. Der Werktitel wurde der Bezeichnung des Trios angepasst. U.a erklangen in der Kirche Eigenkompositionen und Arrangements, wie die jazzigen Bearbeitungen von Kinderliedern: „`S isch mer alles ei Ding“, „Det äne am Bärgli“ oder Peter Rebers „I wünsche dir . . .“
Aber auch in lyrischen und solistischen Passagen führten sich die Musiker wohl, Vor allem zu erwähnen ist die irische „Ballad and Jig“ von Stephan Hodel, ein schönes musikalisches Landschaftsbild mit einem Volkstanz aus Irland. Die „Chuva“ war eine schöne melodiöse Erzählung über den Regen. Regen hat oft Trauer und Angst in sich, kann ebenso auch wohltuend, lebensbejahend sein.
Dieses knapp einstündige Konzert entliess viele zufriedene Menschen zufrieden in den Abend.
Bericht und Fotos: Emil Barmet
